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WOHNEN

Es mag kurios klingen: Zwar wird auch in der Region Heide die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2025 voraussichtlich um rund 4% sinken. Der Bedarf an Wohnraum wird dennoch zunehmen. Das liegt vor allem an der sinkenden Haushaltsgröße – in den Wohnungen und Häusern wohnen weniger Menschen. Anders formuliert: Weniger Einwohner nehmen mehr Wohnfläche für sich in Anspruch.
Um mehr Wohnraum zu schaffen, geht es doch nicht allein um die Menge an Wohnraum. Es geht vor allem um Qualität und neue Schwerpunkte: Wo möchten die Menschen leben? Was erwarten sie von ihrem Umfeld? Man wird Standorte nachfragen, an denen sich Lebensmittelversorger befinden, Schulen, Kindertagesstätten, Ärzte. Im Rahmen der Stadt- und Dorfentwicklungspolitik gilt es aber auch, die Belange der stetig zunehmenden Zahl älterer Mitmenschen zu berücksichtigen, parallel dazu aber auch die wachsende Zahl junger Studenten am FH-Standort Heide nicht aus den Augen zu verlieren.

Statt an den Ortsrändern immer neue Baugebiete auszuweisen und langfristig Innenstädte und Dorfkerne auszuhöhlen, ist es viel sinnvoller Altbestand für die Zukunft fit zu machen. Energetisch, aber auch im Hinblick auch zeitgemäße Wohnansprüche.

 

Thematische Ziele für die Region

Im Themenfeld des Wohnens verfolgen die Kommunen der SUK-Region die folgenden
thematischen Ziele:

1. Das Wohnungsangebot ist an den geänderten demographischen Rahmenbedingungen, der veränderten Nachfragesituation und dem neuen Mobilitätsverhalten durch Konzentration auf demographiefeste Wohnstandorte und Wohnformen auszurichten.

2. Die Bemühungen zur Verbesserung der Bestandspflege und zur Erhöhung der Wohnqualität im vorhandenen Siedlungsbestand sind zu verstärken.

3. Das Wohnen im Eigenheim bleibt als prägendes wohnungsbezogenes Leitbild für die Region erhalten, wird aber hinsichtlich des erforderlichen Umfangs und den Lageanforderungen den neuen Rahmenbedingungen angepasst.

4. In den umfangreichen EFH-Beständen aus den 50er, 60er und 70er Jahren wird der bevorstehende Generationswechsel intensiv begleitet und insbesondere die energetische Sanierung der Bestände unterstützt.

5. Die Wohnungsnachfrage wird auf das vorhandene Wohnungsangebot gelenkt. Der vorhandene Wohnungsbestand wird gezielt durch neue Wohnangebote und Wohnformen ergänzt: für die wachsenden Nachfragegruppen der Älteren und der Studenten in integrierten Lagen in Heide sowie in ausgewählten Gemeinden mit tragfähiger Infrastruktur.

6. Die Innenbereichslagen werden für das Wohnen im Hinblick auf den Funktionserhalt des Heider Stadtzentrums und der Ortszentren der Umlandgemeinden konsequent genutzt und gefördert. Dies dient der Vermeidung kostenintensiver Erschließungsaufwendungen.

7. Die bedarfsgerechte Neuausweisung von EFH-Gebieten wird auf interkommunal abgestimmte, in besonderer Weise geeignete Standorte konzentriert.

8. Die Schaffung von neuen Wohnungsangeboten werden auf der Zeitachse verteilt: neue Flächenangebote werden bedarfsgerecht und schrittweise entwickelt.

9. Die für die Wohnentwicklung relevanten Rahmenbedingungen und die eigentliche Zielumsetzung werden durch ein Monitoring begleitend beobachtet und erforderlichenfalls werden die Ziele angepasst.

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