Anlass und Hintergrund

Die Region Heide umfasst die Stadt Heide und die elf amtsangehörigen Gemeinden des Amtes KLG Heider Umland Hemmingstedt, Lieth, Lohe-Rickelshof, Neuenkirchen, Norderwöhrden, Nordhastedt, Ostrohe, Stelle-Wittenwurth, Weddingstedt, Wesseln und Wöhrden.

Aufbauend auf einer gemeinsamen Gebietsentwicklungsplanung (GEP) der Stadt Heide mit sieben der Umlandgemeinden aus dem Jahr 2000 haben die Stadt Heide und die elf Umlandgemeinden zwischen 2010 und 2012 ein Stadt-Umland-Konzept erstellt, dass seit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung am 18.12.2012 Grundlage der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der räumlichen Entwicklung und der Wirtschaftsförderung in der Region ist. Das SUK umfasst neben einem Analyseteil ein regionales Leitbild und Zielkonzepte für die Themen Wohnen, Wirtschaft und Gewerbe, Einzelhandel, Schulen und soziale Infrastruktur, Verkehr sowie Landschaft und Erholung. Darüber hinaus enthält das SUK ausführliche Gemeindeprofile für alle Gemeinden und Festlegungen zur Umsetzung des SUK, insbesondere auch zur Organisationsstruktur.

Infolgedessen wurde die Entwicklungsagentur gegründet, die die Aufgabe hat, das Stadt-Umland-Konzept in die Praxis umzusetzen und weiterzuentwickeln, Projekte zu betreuen und zu realisieren sowie eine schlagkräftige eigene Struktur auf die Beine zu stellen. Die Ent-wicklungsagentur wird dementsprechend auch die anstehende Fortschreibung des SUK betreuen.  Die Kooperation in der Region auf Grundlage des Stadt-Umland-Konzeptes (SUK) von 2012 hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und soll auch in Zukunft weitergeführt und vertieft werden. Mittlerweile haben sich allerdings einige Rahmenbedingungen in der Region verändert, die eine Fortschreibung und Anpassung des SUK erforderlich machen.

Die Region hatte im Jahr 2015 37.026 Einwohner. Die Einwohnerentwicklung in der Region ist seit 2012 positiver verlaufen als ursprünglich prognostiziert. Im SUK von 2012 war noch von einem leichten Rückgang der Bevölkerung um gut 500 Einwohner (-1,5%) zwischen 2009 und 2015 ausgegangen worden. Tatsächlich stieg die Einwohnerzahl in dem Zeitraum geringfügig um gut 400 Einwohner (+1,1%). Gegenwärtig wird von einer stabilen Bevölkerungsentwicklung in den nächsten Jahren ausgegangen. Für die Gemeinden des Landkreises Dithmarschen wurde aktuell eine kleinräumige Bevölkerungsprognose nach landesweit einheitlicher Methodik erstellt, die als Grundlage für die Fortschreibung des Stadt-Umland-Konzeptes dienen soll.

Seit 2012 sind zudem eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt und mehrere Konzepte erarbeitet worden, die bei der Fortschreibung des SUK zu berücksichtigen sind. Dazu zählen insbesondere mehrere Klimaschutz-Teilkonzepte (u.a. zu den Themen Flächenmanagement, Wärmenutzung und Erneuerbare Energien), der Masterplan Mobilität, mehrere Ortsentwicklungskonzepte und die Projektinitiative In-Entree100 mit strategischen Zielen für die Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort und von Power-to-X-Technologien.

 

2. Ziele der Fortschreibung

Mit der Fortschreibung des Stadt-Umland-Konzeptes werden vor allem folgende Ziele verfolgt:

  • Evaluierung und Aktualisierung des SUK von 2012
  • Beschluss einer neuen Kooperationsvereinbarung mit Laufzeit bis 2030
  • Berücksichtigung und Einarbeitung der seit 2012 erarbeiteten Konzepte und der umgesetzten Maßnahmen
  • Weiterentwicklung und Abstimmung des regionalen Leitbilds
  • Fortschreibung und Weiterentwicklung des Wohnbauflächenkonzeptes
  • Fortschreibung und Weiterentwicklung des Gewerbeflächenkonzeptes
  • Fortschreibung und Anpassung des Einzelhandelskonzeptes
  • Integration von Klimaschutz, Energie und Digitalisierung als Querschnittsthemen und stärkere Integration der einzelnen Themenfelder des SUK
  • Aktualisierung der Themenfelder Daseinsvorsorge, Verkehr, Natur/Landschaft und Tourismus/Erholung mit punktueller Schwerpunktsetzung, Fokus auf interkommunale Ansätze
  • Beitrag für die Regionalplanung (Fortschreibung des Regionalplans für den Planungsraum IV)

 

3. Inhalte und Handlungsfelder des SUK

Grundsätzlich sind die inhaltlichen Bausteine immer nach folgender 5-stufigen Methodik zu betrachten:

I. Bestandsaufnahme

II. Ermittlung der beeinflussenden Faktoren / Bedarfsermittlung (aktuelle Prognosedaten)

III. Bewertung (Abgleich Bestand und Bedarf) und Konfliktermittlung

IV. Ableitung von Zielen / Zielfestlegung

V. Konkrete Handlungsempfehlungen

 

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