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Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten in der Region Heide

Im Zuge der Erstellung des Mobilitätskonzepts „MOIN100“ haben sich in den vergangenen Wochen Bürgerinnen und Bürger an einer Haushaltsbefragung beteiligt. Die Rückmeldungen konkretisieren verschiedene Maßnahmen, die derzeit entwickelt werden.

Seit dem Beginn des Jahres 2026 haben das verantwortliche Projektbüro sowie die Entwicklungsagentur Region Heide intensiv an der Vorbereitung einer Haushaltsbefragung zur Ermittlung des Mobilitätsverhaltens der Menschen in der Region Heide gearbeitet. Diese Form der Beteiligung erfolgte zwecks der Erstellung eines „Modal Split“ für die Stadt Heide sowie die 11 Gemeinden des Amtes Heider Umland. Als „Modal Split“ bezeichnet man die „Verkehrsmittelwahl“, also die prozentuale Aufteilung der täglichen Mobilität auf verschiedene Verkehrsträger, z.B. das eigene Auto, Fahrten mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegte Strecken.

Die kontaktierten Haushalte waren dazu aufgerufen, mithilfe von Protokollen sämtliche Wege für einen der beiden Stichtage (30. Juni oder 1. Juli) sowie die dafür genutzten Verkehrsmittel festzuhalten. Darüber hinaus konnten weitere Hinweise hinsichtlich von Hindernissen bei der Bewältigung der alltäglichen Mobilität formuliert werden. Etwa 800 Protokolle kamen insgesamt zusammen.

Die vorläufigen Ergebnisse heben hervor, dass der Zustand der Infrastruktur ein Kernthema vieler Bürgerinnen und Bürger darstellt. 71% der Befragten bemängelten den Zustand des Radwegenetzes, für 67% stellt die mangelnde Barrierefreiheit der Gehwege ein greifbares Hindernis dar. Der Bus wird von einem Großteil der Teilnehmenden kaum genutzt – 39% konnten hinsichtlich der Qualität des regionalen ÖPNV-Angebotes keine Bewertung vornehmen. Für die Erwägung einer Nutzung wurden sich dichtere Takte und mehr Verbindungen gewünscht. Dies gilt vor allem für viele Befragte fortgeschrittenen Alters.

Es kann insgesamt festgehalten werden, dass bessere Rad- und ÖPNV-Angebote eher zu einem Umstieg auf alternative Verkehrsmittel bewegen würden, als die Verteuerung der mit dem eigenen Auto zurückgelegten Strecken. 37% beurteilten einen vollständigen Verzicht auf den eigenen Pkw jedoch als nicht realistisch. Auf dieser Seite des Spektrums stellen Parkgebühren und lange Ampelphasen zwei beispielhafte Herausforderungen der alltäglichen Mobilität dar. Die Beantwortung der Befragung war freiwillig und sämtliche Angaben wurden anonymisiert ausgewertet.

Die endgültige Auswertung der Haushaltsbefragung wird den Projektverantwortlichen dabei behilflich sein, die Veränderungen des Mobilitätsverhaltens innerhalb der vergangenen 10 Jahre zu ermitteln und daraus abzuleiten, welche Schwerpunkte die regionale Mobilitätsplanung auf absehbare Zeit setzen sollte, um mit bedarfsgerechten Angeboten reagieren zu können.