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Die Entwicklungsagentur

Die Entwicklungsagentur Region Heide (EARH) wurde 2013 von der Kreisstadt Heide und den elf Gemeinden des Amtes KLG Heider Umland gegründet. Die Basis für die Gründung der Agentur ist das Stadt-Umland-Konzept (SUK) von 2012, welches den strategischen Rahmen für die interkommunale Entwicklung der Region und des Wirtschaftsstandortes bildet. Gemäß der Organisationssatzung koordiniert die EARH im Auftrag ihrer 12 Träger-Kommunen den regionalen Kooperations- und Entwicklungsprozess und setzt Schlüsselprojekte des SUK um.

Die zentralen Aufgaben der EARH sind:

• Entwicklung und Management von Leitprojekten
• Vorschläge zur Fortschreibung und inhaltlichen Weiterentwicklung des SUK-Prozesses
• Kommunale Wirtschafts- und Innovationsförderung für die Region Heide
• Flächen- und Verkehrsentwicklung nach Vorgaben des SUK
• Förderung und Stärkung des Gewerbebetriebs der Region
• Akquisition und Verwaltung von Fördermitteln

Wirtschafts- und Innovationsförderung

Unter dem Leitmotiv „Energieregion Heide“ begleitet die EARH eine Vielzahl von Projekten, die sich mit dem Aufbau klimafreundlicher Industrien und Wertschöpfungsketten beschäftigen. Aufgrund der Gegebenheiten der Region steht vor allem der Bereich Sektorenkopplung im Vordergrund. Gemeint ist hiermit die Nutzung und “Veredelung” der in der Region in großem Umfang produzierten Erneuerbaren Energie für gewerbliche und industrielle Anwendungen von Bestandsunternehmen und Neuansiedlungen.

Die Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten des Standortes wurden in zahlreichen, hochrangigen Forschungsprojekten analysiert. Im Rahmen der technologischen Projektinitiative ENTREE100 wurden Vorhaben wie WESTKÜSTE100, HYPLANT100 oder SYSTOGEN100 mit umfangreicher Förderung des Bundes oder des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt. Die Erkenntnisse dieser Projekte werden genutzt, um beispielsweise die erforderliche technische Infrastruktur für Ansiedlungen von energieintensiven Betrieben zu planen und umzusetzen. 

Für die kommenden Jahre verfolgt die EARH das Ziel, die Region als zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensraum zu stärken. Insbesondere die Ansiedlung eines Batteriezell-Clusters sowie der im Bau befindliche Multi-Terminal-Hub (auch “HeideHub” genannt) beinhalten große Entwicklungspotenziale. Die damit verbundene Standortentwicklung ist Ausgangspunkt für landesweite Strategien, wie die Umsetzung eines sogenannten “Net-Zero-Valleys” in Schleswig-Holstein. Gemeint ist damit die Ausweisung der Region als strategisch bedeutsamer Zukunftsstandort für die Anwendung bzw. Herstellung klimafreundlicher und nachhaltiger Technologien und Produkte. Diese strategische Standortentwicklung betreibt die EARH im Rahmen der Initiative “Clean Energy Valley SH”, einem Verbund der Wirtschaftsförderungen der Städte Kiel und Neumünster sowie des Kreises Rendsburg-Eckernförde sowie der Region Heide.

Zukunftsorientierte Regionalentwicklung

Darüber hinaus verknüpft die EARH technische Projekte mit Fragestellungen der kommunalen Planung: Das Projekt QUARREE100 befasste sich mit der Nutzung Erneuerbarer Energien in der städtebaulichen Quartiersentwicklung. Im Rahmen des Projektes MOIN100 entsteht derzeit ein integriertes Mobilitätskonzept für die Region Heide, welches die Mobilität in einer zukünftigen stark wachsenden Region sicherstellen soll. Die EARH berät die Kommunen auf Grundlage des SUK, wie die gemeindliche Entwicklung in verschiedenen Handlungsfeldern zukunftsfähig ausgerichtet werden kann. Hierzu zählt die Förderung eines attraktiven Einzelhandels- und Dienstleistungsangebots im Stadt-Umland-Gebiet, die wohnbauliche Entwicklung, die Ausweisung zukünftiger Gewerbe- und Industriegebiete. In Konzepten werden zudem die Auswirkungen der regionalen Entwicklung auf die Landschaft berücksichtigt, etwas mit Blick auf ökologische Anforderungen, die Landwirtschaft oder den Bereich der Naherholung.

Interdisziplinäre Kompetenzen

Für die Umsetzung von Projekten und Entwicklungsplanungen sind vielfältige Fachkompetenzen erforderlich. Das Team der EARH vereint eine breites Spektrum an Qualifikationen, unter anderem aus den Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Stadtplanung, Wirtschaftsgeographie und Verwaltung.  Als lenkende Gremien agieren der Vorstand und der Verwaltungsrat. Auf diese Weise wird eine enge Abstimmung mit den kommunalen Gremien in der Region sichergestellt.