Ausgangslage: Gründung der Region Heide
Die Region Heide war zu Beginn der 2000er Jahre von zwei Entwicklungen geprägt: einerseits vom Aufbau starker industrieller und energiebezogener Strukturen, andererseits von dem Bedarf, diese Potenziale strategisch weiterzuentwickeln und nutzbar zu machen.
Mit dem Gebietsentwicklungsplan Region Heide-Umland (GEP) wurde im Jahr 2000 ein Rahmen geschaffen, der die Stadt Heide und die Umlandgemeinden als zusammenhängenden Wohn- und Wirtschaftsstandort betrachtet. Über kommunale Grenzen hinweg wurden zukünftige Flächennutzungen insbesondere im Bereich der Landesentwicklungsachse an der Autobahn A 23 aufeinander abgestimmt.
Ein zentrales Ergebnis dieser interkommunalen Zusammenarbeit ist der Gewerbepark Westküste, welcher gemeinsam von der Stadt Heide und der Gemeinde Hemmingstedt entwickelt wurde. Der Gewerbepark gilt als Vorbild für erfolgreiche Kooperation und abgestimmte Flächenentwicklung. Auf der interkommunalen Fläche profitieren Unternehmen von der Nähe zur A23, einer leistungsfähigen Fernwärmeversorgung und der Abwärmenutzung der benachbarten Raffinerie Heide.
Im Laufe der Zeit haben sich weitere innovative Zukunftsprojekte in der Region angesiedelt. Eines davon sind die Bio-Gewächshäuser an den Standorten Hemmingstedt (10 ha) und Wöhrden (4 ha), welche zu den modernsten und größten Gewächshäusern in Deutschland gehören. Gleichzeitig ist die Raffinerie Heide als Energiewirtschaftsstandort ein wichtiger Anker der regionalen Wertschöpfung und zeitgleich Ausgangspunkt für Projekte zur Nutzung von Abwärme, erneuerbaren Energien und Wasserstoff.
Ausgehend von den Erfolgen der interkommunalen Zusammenarbeit wurde schnell deutlich, dass nur mit einer Verstetigung dieser Zusammenarbeit die Chancen der Region Heide voll ausgeschöpft werden können. Vor diesem Hintergrund wurde 2012 die Stadt-Umland-Kooperation (SUK) ins Leben gerufen. Damit wurde ein neuer Rahmen für die Zusammenarbeit der Stadt Heide und der elf Gemeinden des Amtes KLG Heider Umland geschaffen.
Die Kooperation bildet die Grundlage für die Gründung der Entwicklungsagentur Region Heide (EARH). Die Aufgabe der Agentur ist es, das Stadt-Umland-Konzept in die Praxis umzusetzen, Projekte zu begleiten und zu realisieren sowie eine leistungsfähige Organisationsstruktur aufzubauen. Vorstand und Verwaltungsrat übernehmen die strategische Steuerung.