"Wir brauchen die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff!"

Wie geht es weiter im Reallabor WESTKÜSTE100 und welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit die Dekarbonisierung der Industrie Fahrt aufnimmt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Gesprächs mit Dr. Bernd Buchholz (FDP), dem Wirtschaftsminister Schleswig-Holsteins, der die Entwicklungsagentur am 12. November besuchte.

Im Termin erläuterten unser Verwaltungsratsvorsitzender Dirk Haalck (vorne links), unser Vorstand Dirk Burmeister (rechts) und Jürgen Wollschläger, Geschäftsführer der Raffinerie Heide GmbH, die nächsten Schritte im Projekt WESTKÜSTE100.

Aktuell werden bei uns in der Region Heide am Standort Hemmingstedt die Weichen gestellt für die erste Phase des Wasserstoff-Reallabors, das im Sommer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Förderzusage in Höhe von 30 Mio. Euro erhielt.

Im ersten Schritt soll auf dem Areal der Raffinerie ein 30 MW-Elektrolyseur errichtet werden. Parallel arbeiten wir mit unseren Partnern bereits an der perspektivischen Skalierung der Anlage auf 700 MW.

Die Kolleginnen und Kollegen unserer Projektinitiative ENTREE100 projektieren zudem die Einbindung weiterer Industriezweige, beispielsweise der nachhaltigen Produktion von Nahrungsmitteln.

Bis zum erfolgreichen Start der neuen, CO2-freien Wertschöpfungsketten liegt noch viel Arbeit vor den zehn Projektpartnern - dies gilt insbesondere für die regulatorische Rahmenbedingungen. Diese müssen angepasst werden, damit sich die Produktion von grünem Wasserstoff rechnet. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Prozesse, die bisher auf fossilem Wasserstoff beruhen, auf klimaschonende Verfahren umgestellt werden können. Ein Beispiel hierfür ist die Produktion der synthetischen Flugkraftstoffe, die derzeit im Projekt KEROSyN100 erforscht wird. Aber auch die Herstellung anderer chemischer Produkte oder die Produktion von Baustoffen könnte durch den Einsatz grünen Wasserstoffs nahezu CO2-neutral werden.

Buchholz zum Abschluss: "Seit meinem ersten Besuch in der Entwicklungsagentur 2017 weiß ich, wie sehr die ganze Region hinter diesen Themen steht. Dirk Burmeister ist einer der federführenden Menschen in Schleswig-Holstein, der sich seit vielen Jahren der Energiewende verschrieben hat. Darüber bin ich froh und dankbar, denn wir brauchen die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff und hier haben wir den perfekten Standort!"

 

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