Zukunftskonferenz: Dirk Burmeister präsentiert "Energiewende-Baukasten" ENTREE100

Zum zweiten Mal fand am 29. Oktober die Zukunftskonferenz für Industrie, Logistik und Häfen in Hamburg statt. Als "Wasserstoff-Experte" aus Schleswig-Holstein berichtete Dirk Burmeister von den Aktivitäten in der Region Heide. Seine Forderung: "Norddeutsche Wasserstoffprojekte stärker koordinieren und auch auf europäischer Ebene positionieren!"

Mehr als 450 Teilnehmende aus Hafenwirtschaft, Industrie und Logistik waren auf der digital veranstalteten Zukunftskonferenz des Hamburger Hafens dabei, um unter anderem über das Thema grüne Wasserstoffwirtschaft zu diskutieren. Der Schwerpunkt "Wasserstoffstandort Norddeutschland" wurde in zwei Panels von acht Experten unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Mit dabei: Dirk Burmeister, Vorstand der Entwicklungsagentur Region Heide.

Ausgehend von der provokant formulierten Überschrift "Wasserstoff - Hype oder berechtigtes Potenzial?", ging es auch um die Einsetzbarkeit des Energieträgers in Hafen, Logistik und Industrie. Hierzu präsentierte Dirk Burmeister in der von Ingo Egloff (Vorstand des Hafen Hamburg Marketing e. V.) moderierten Gesprächsrunde zunächst einen Überblick über die verschiedenen Projekte der Region Heide.

Gerade im industriellen Sektor habe die Entwicklung in den letzten Monaten nochmals deutlich an Dynamik gewonnen, so der Wirtschaftsförderer. Dabei verwies er unter anderem auf das Dachprojekt ENTREE100 mit dem Reallabor WESTKÜSTE100, das im Sommer 2020 im äußersten Norden der Metropolregion Hamburg angeschoben wurde. Langfristiges Ziel: Die Dekarbonisierung der Raffinerie Heide am Standort Hemmingstedt sowie der Aufbau neuer Wertschöpfungsketten in der gesamten Region.

Die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer, unter ihnen Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Michael Westhagemann, Hamburger Senator für Wirtschaft und Innovation sowie Dr. Bernd Buchholz, Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein, gingen in ihren Vorträgen auch auf die im November 2019 von den fünf norddeutschen Bundesländern verabschiedete "Norddeutsche Wasserstoffstrategie" ein.

Burmeister unterstrich die Bedeutung dieser Zusammenarbeit: "Wenn wir gemeinsam auftreten, dann ist Norddeutschland absolut in der Lage, eines der größten Kraftzentren für grüne Wasserstoffindustrie zu werden!" Speziell in der norddeutschen Zusammenarbeit sollte verstärkt auch der Blick auf die Förderungen der Europäischen Union gerichtet werden. Andere Regionen, beispielsweise innerhalb der Niederlande zeigten, dass sich eine gute Koordinierung auf nationaler und eine Positionierung auf EU-Ebene lohne. In diesem Bereich böte die Zusammenarbeit der norddeutschen Länder großes Potential.Die Aufzeichnung der Konferenz inkl. des Einführungsfilms, der unter Mitwirkung unseres Vorstands Dirk Burmeister entstand, finden Sie online auf der Veranstaltungswebseite: www.hafen-hamburg.de/zukunftskonferenz

 

Foto: © HHM / Stefan Breitenbach

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