Wasserstoff-Region Heide: Groß-Projekt HySCALE100 wird gefördert

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) und das Bundesverkehrsministerium (BMVI) haben am Freitag, 28.05.2021, das Wasserstoff-Großprojekt HySCALE100 für eine Förderung im Rahmen der europäischen Förderinitiative IPCEI ausgewählt. Diese stellt eine Erweiterung des bereits angelaufenen Projektes WESTKÜSTE100 dar, welches maßgeblich von der Entwicklungsagentur Region Heide initiiert wurde.

"HySCALE100 entstammt der Projekt-Initiative ENTREE100, die wir als Entwicklungsagentur Region Heide bereits vor rund fünf Jahren ins Leben gerufen haben. Zusammen mit unseren Partnern aus der Wirtschaft und den Kommunen unserer Region freuen wir uns über diese zukunftsweisende Entscheidung aus Berlin. Diese werten wir als erneute Bestätigung unserer strategischen Arbeit in der "Energieregion Heide", so Dirk Burmeister Vorstand der Entwicklungsagentur Region Heide.

Im Fall von HySCALE100 geht die Förderung an die Unternehmen Holcim Deutschland, EDF Deutschland/ Hynamics Deutschland, Ørstedt Wind Power Germany und die Raffinerie Heide.

Verbindendes Element der ENTREE100-Projekte, die zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft und den Kommunen der Region umgesetzt werden, ist die Nutzung regional erzeugter Windenergie zur Produktion "grünen" Wasserstoffs. Auf diese Weise kann Elektrizität gespeichert und in die Wertschöpfungsketten verschiedenster Branchen eingespeist werden. Das Ziel: "Grüner" Wasserstoff ersetzt fossile Grundstoffe, sodass ganze Wirtschaftszweige nahezu klimaneutral werden.

Der beim chemischen Prozess der Elektrolyse gewonnene Wasserstoff sowie dabei anfallende Wärme kann in vielfältigen Bereichen genutzt werden, z.B. bei der Wärmeversorgung von Gebäuden, in der Mobilität, in der Lebensmittelproduktion oder in der Landwirtschaft. In der Region Heide soll diese sogenannte Dekarbonisierung insbesondere dazu beitragen, die Prozesse der Raffinerie Heide klimafreundlich umzubauen.

Diesen Aspekt betone Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier anlässlich der Förderbekanntgabe: "Wir machen damit einen großen Schritt auf dem Weg hin zur Klimaneutralität unserer Wirtschaft. Ein zentraler Bereich hierfür ist die Stahlindustrie ebenso wie die Chemieindustrie, wo jährlich durch diese Wasserstoffprojekte mehrere Millionen Tonnen CO2 eingespart werden können."

Die Förderung von HySCALE100 sowie der weiteren 61 deutschlandweit geförderten Vorhaben erfolgt im Rahmen eines europäischen Projekts (IPCEI Wasserstoff) gemeinsam mit bis zu 22 europäischen Partnerländern. IPCEI steht für "Important Projects of Common European Interest", also "wichtige Projekte im gemeinsamen europäischen Interesse". Laut BMWI soll die Genehmigung der angestrebten großtechnischen Wasserstoffproduktion noch in diesem Jahr von der Europäischen Kommission beihilferechtlich genehmigt werden.

Hier gelangen Sie zur offiziellen Mitteilung des BMWI/ BMVI sowie zur Kartendarstellung der ausgewählten Projekte.

Titelfoto: BMWI / BMVI (Ausschnitt HySCALE100 inkl. hinzugefügter Beschriftung)

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